Vom Gefühls-Auf-und-Ab

in der körperorientierten Psychotherapie

 

Dieses Kribbeln im Bauch,

das spür ich jetzt auch,

wenn das Nervensystem sich bereit macht...

und mir einerseits schon das Herz lacht -

vor Freude auf das, was kommen mag...

 

Weiß ich doch, es kommt auch ein anderer Tag,

an dem ich erleb viele andere Wellen,

die mich in unvermutete Täler schnellen

und ich frag mich, wird es sich wirklich lohnen?

So viel aufs Spiel zu setzen und mich zunächst entthronen?

 

Werd ich weitergehn zu neuen Gefilden,

werd ich mir umfassendere Bilder bilden?

Gelingt das Gleiten in größere Schalen,

wird mein ventraler Vagus mir die Sicherheit von Nähe malen?

Entschleunige ich passend durch gutes Titrieren?

Kenn ich es doch so gut, wie es ist zu frieren...

 

Die Kategorien erweitern die Sicht mehr und mehr,

es wächst die Ahnung, warum ich mich fühl manchmal so leer...

und mehr üben und wissen hilft gut zu verstehn,

dass es sich lohnt, diesen Weg zu gehn.

 

So wünsche ich mir und dir und allen,

dass wir uns zutraun, auch mal zu fallen,

in dem Wissen, wir werden aufgefangen.

Und im Laufe der Zeit löst sich das Bangen.

So fühlt sich die Therapie an wie ein Tanz.

Lass dich darauf ein, denn so wirst du ganz.

(mit freundlicher Genehmigung von B. Strobl)
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